Internationale Konferenz

Jüdisches Kulturerbe im ländlichen Raum des 19. und 20. Jahrhunderts. Vergleichende Perspektiven auf jüdisches Leben in Bayern, Böhmen und der Bukowina | Kloster Irsee, Schwabenakademie

Jenseits der großen Städte entfaltete sich in Europa über Jahrhunderte ein vielfältiges jüdisches Leben. Eine interdisziplinäre Fachtagung widmet sich erstmals vergleichend diesem wenig erforschten Kapitel europäischer Geschichte. Im Fokus stehen drei Regionen – Bayerisch-Schwaben, Böhmen und die Bukowina –, die trotz ihrer geografischen und politischen Verschiedenheit hier viele Gemeinsamkeiten aufweisen. Zu diesem gemeinsamen Erbe, dem die Tagung nachgeht, gehören die steinernen Zeugen wie Synagogen und Friedhöfe, aber auch literarische Zeugnisse und das Genre der "Ghettoliteratur" sowie wirtschaftliche Netzwerke und Erinnerungskulturen. Die Tagung bringt Historiker:innen, Literaturwissenschaftler:innen und Ethnolog:innen ebenso mit Praktikern aus Museen und Gedenkstätten zusammen. In Zeiten wachsenden Antisemitismus und gesellschaftlicher Debatten um Erinnerungskultur nach dem Ende der Zeitzeugenschaft ist die Auseinandersetzung mit dem jüdischen Erbe im ländlichen Raum drängender denn je. Die Tagung richtet sich an Fachleute und ein breites historisch interessiertes Publikum.

Ort
Kloster Irsee, Schwabenakademie
Klosterring 4
87660 Irsee

Wo ist das?
Termin
Freitag, 20.11.26 bis Sonntag, 22.11.26