Orgelkonzert mit Svitlana Bardaus aus Czernowitz/ Ukraine

Europäische und unbekannte ukrainische Musik | In Kooperation mit dem Europabüro des Bezirk Schwaben

Der Bezirk Schwaben lädt im Rahmen der Regionalpartnerschaft Schwaben – Bukowina die Organistin Svitlana Bardaus aus der ukrainischen Partnerregion Czernowitz für Konzerte in Maihingen (13.05.), Marktoberdorf (15.05.) und Augsburg (17.05.) ein. Präsentiert werden klassische sowie weitgehend unbekannte ukrainischen Werke. Ergänzt wird die Konzertreihe durch eine Einführung vor Ort sowie weiterführende Informationen durch die Partner des Bukowina Instituts an der Universität Augsburg.

Svitlana Bardaus (geb. 1966) studierte in Lwiw/ Ukraine und absolvierte Meisterkurse in Minsk/ Belarus, Warschau/ Polen sowie in Romainmotier/ Schweiz. Sie ist als Orgelspielerin der Philharmonie Czernowitz/ Ukraine tätig.


Die Klänge Czernowitz' – Svitlana Bardaus und die Orgelhalle der Philharmonie

Ehemalige armenische Kirche

Die Bukowina war ein „Europa im Kleinen“. Diese historische, multiethnische und multireligiöse Region war in der Habsburgermonarchie das östlichste Kronland. Ihre damalige Hauptstadt Czernowitz (Tscherniwzi), die damals liebevoll „Klein Wien des Ostens“ genannt wurde, ist auch noch heute in der Ukraine ein bedeutsames kulturelles Zentrum. Für das Musikleben der Stadt spielt die Orgelhalle der Czernowitzer Philharmonie eine wichtige Rolle. Diese befindet sich seit 1988 in der ehemaligen armenisch-katholischen Kirche der Heiligen Apostel Petrus und Paulus. Das Gebäude wurde in den Jahren zwischen 1869 und 1875 nach Plänen des Architekten Josef Hlávka errichtet, der auch die als UNECSO-Kulturerbe geschützte, Czernowitzer Universität erbaute. Der Sakralbau verbindet Elemente des gotischen, romanischen und byzantinischen Baustils miteinander.

Ein besonderer Ort – die heutige Konzerthalle

Die Kirche wurde zu Sowjetzeiten weltlich genutzt und wird seit 1988 als Konzerthalle betrieben. Im Zuge der Umbaumaßnahmen wurde eine Konzertorgel der tschechischen Orgelbaufirma Rieger-Kloss installiert. Das Gebäude ermöglicht eine außergewöhnliche Akustik und klare Klangentfaltung, sodass sich dort ein bedeutender Aufführungsort für Kammer- und Orgelmusik etablieren konnte. Heutzutage finden neben Konzerten auch Wettbewerbe und internationale Gastauftritte statt, um die Orgeltradition zu pflegen und weiterzuentwickeln.

Blick auf die Orgel

Svitlana Bardaus

Svitlana Bardaus – Organistin

Die Organistin Svitlana Bardaus (geboren 1966) ist eine bedeutende Vertreterin der zeitgenössischen Orgelmusik. Sie studierte in Lwiw und absolvierte Meisterkurse in Minsk, Warschau sowie in Romainmotier. Zudem ist sie ist als Orgelspielerin der Philharmonie Czernowitz tätig. Svitlana Bardaus selbst stammt aus der bukowinischen Metropole und ist mit dem dortigen Musikleben eng verbunden. Sie tritt regelmäßig als Konzertorganistin auf und interpretiert Werke des klassischen europäischen Repertoires ebenso wie ukrainische Komponisten. Bardaus trägt zur internationalen Wahrnehmung der ukrainischen Orgelmusik bei, da sie diese in einen internationalen Kontext und größeren europäischen kulturellen Zusammenhang stellt.

Ihre vielfältige Konzerttätigkeit und die programmatische Schwerpunktsetzung verbinden regionale musikalische Traditionen mit der europäischen Orgelliteratur und ermöglichen so eine kulturelle Vernetzung.

Europäische und unbekannte ukrainische Musik – eine musikalische Reise anlässlich der Europawochen

Der Bezirk Schwaben lädt im Rahmen der Regionalpartnerschaft Schwaben – Bukowina die Organistin Svitlana Bardaus aus der ukrainischen Partnerregion Czernowitz für Konzerte in Maihingen (13.05.2026), Marktoberdorf (15.05.2026) und Augsburg (17.05.2026) ein. Präsentiert werden klassische sowie in Deutschland noch unbekannte ukrainische Werke.


Folgende Werke werden gespielt werden:

Maihingen:

  1. J. Pachelbel: Praeludium in g
  2. J. Pachelbel: Praeludium et Fuga in c
  3. D. Bortniansky: Sonata in B dur
  4. J. Pachelbel: Aria Quarta
  5. D. Bortniansky: Cherubic Hymn N 7
  6. J. E. Eberlin: Toccata Nona aus „IX Toccate e Fughe“ (1747)
  7. Olena Chmut: Endloses Gebet
  8. G. Muffat: Toccata Duodezima aus dem „Apparatus musico-organisation's“ (1690)
  9. Wolodymyr Iwasiuk: Melodie
  10. J. Pachelbel: Toccata in E


Augsburg:

  1. J. G. Muthel: Fantasie in g moll.
  2. J. S. Bach: Präludium in G-Dur, BWV 568
  3. J. S. Bach: Nun komm', der Heiden Heiland, BWV 659
  4. J. S. Bach / Ch. M. Widor: "Mattheus-Final" (aus Bach's Memento)
  5. M. Skoryk: Lirnyk
  6. D. Bortniansky: Sonata in B-Dur
  7. Schneider: Toccata "Schlafes Bruder"
  8. V. Honcharenko: Chacona
  9. O. Gonobolin: Prayer
  10. A. Knevel: Rondo in G-Dur
  11. S. Vakarchuk: Moment (Myt')
  12. L. Einaudi: Nuvole Bianche


Kooperation von: