Seitdem das Habsburger Reich die Bukowina übernommen hatte, förderte es den Zuzug aus deutschsprachigen Landen. Zu Bukowina-Deutschen bzw. Buchenlanddeutschen wurden die Zugewanderten erst (gemacht) – durch das Agieren ethnopolitischer Unternehmer seit dem 19. Jahrhundert, unter dem Druck der Rumänisierung in der Zwischenkriegszeit, durch Angebote der völkisch-deutschnationalen Bewegung und die Folgen der Umsiedlung 1940/41. Der Band geht auf die Phasen, das Ausmaß und die Grenzen der Gruppenidentitätsstiftung(en) ein.
Der Themenband zur Bukowina zielt im Kern auf die Genese der Gruppenidentität und umfasst Aufsätze ausgewiesener Bukowina-Forscher*innen ebenso wie Arbeiten junger Historiker*innen. Zweitere entstanden im Wesentlichen im Rahmen universitärer Qualifikationsarbeiten an der Augsburger Juniorprofessur für Transnationale Wechselbeziehungen: Deutschland und das östliche Europa. Dabei beziehen sie mehrfach bislang unbearbeitete Archivalien aus dem 2019 neu eröffneten Archiv des Bukowina-Instituts mit ein.
Das Jahrbuch Danubiana Carpathica. Jahrbuch für Geschichte und Kultur in den deutschen Siedlungsgebieten Südosteuropas wird seit 2007 im Auftrag der Kommission für Geschichte und Kultur der Deutschen in Südosteuropa, des Instituts für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde und des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas herausgegeben. Das Jahrbuch versteht sich als internationales Forum für einen multidisziplinären, vergleichend ausgerichteten und transnationalen Zugang zur Multikulturalität dieses Raumes. Ab 2020 ist das Bukowina-Institut an der Universität Augsburg (Jun.-Prof. Dr. Maren Röger) Mit-Herausgeber.
