Єврейське кладовище

Der jüdische Friedhof von Czernowitz gilt als eine der größten Friedhofsanlagen in Mittel- und Osteuropa. Er wurde 1866 auf Beschluss des Stadtrates nach einem Entwurf des Ingenieurs Relli angelegt und unterscheidet sich von vielen anderen jüdischen Friedhöfen durch seine klare Gestaltung. Er löste den alten Czernowitzer jüdischen Friedhof in Zentrumsnähe ab. Der Friedhof erstreckt ich über ein Areal von 14,2 Hektar und umfasst 137 Felder. Die genaue Zahl der Gräber ist unbekannt. Nach Schätzungen sind es mindestens 50.000 Grabstein- und anlagen.

Єврейське кладовище
Religionsgebäude & Friedhöfe
erbaut
1866

Der Friedhof ist auch ein Abbild der Entwicklung des jüdischen Bürgertums ab dem späten 19. Jahrhundert. Die besonders stattlichen Gräber wichtiger städtischer Honoratioren befinden sind im vorderen Teil des Friedhofs. Zu den bekannten Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Wissenschaft und Handel, die hier ihre letzte Ruhe fanden, zählen Elieser Steinbarg, Eduard Reiss, Benno Straucher, Max Fokschaner, Jakob Pistiner, Markus und Anna Kisslinger, David Tittinger, Josef Steiner, Saul Leib Steinmetz, Siegmund Neuberger, oder Josef Ohrenstein. Auf dem Friedhof befinden sich auch die Gräber von Rosa Zuckermann und Matthias Zwilling (bekannt durch den gleichnamigen Dokumentationsfilm von Volker Koepp aus dem Jahr 1999). Auf dem Friedhof sind auch Soldatengräber aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg und ein Mahnmal für die in Transnistrien ermordeten Czernowitzer Juden.

Text: Iryna Virstiuk