Еліезер Штейнбарг

Der Fabeldichter Steinbarg wurde am 18. Mai 1880 in Lipkani (Bessarabien, Russisches Reich) geboren. Er arbeitete als Lehrer für Jiddisch und Hebräisch und war jahrelang Direktor der jiddischen Schule in Lipkany. Nach dem Ersten Weltkrieg zog er 1919 nach Czernowitz um, wo er zwei Kinderfibeln (hebräisch, 1921; jiddisch 1922) veröffentlichen konnte.

Еліезер Штейнбарг
1880(Lipcani) - 1932(Czernowitz)
Author

In den 1920er-Jahren gründete Steinbarg eine Ferienkolonie in Wizenka/Vijenca (Waldkarpaten, neben Wischnitz), wo mit modernen pädagogischen Methoden das Selbstbewusstsein jüdischer Kinder gestärkt werden sollte. 1928 emigrierte er nach Brasilien und leitete 1930 die Scholem-Alejchem-Schule in Rio de Janeiro. Im selben Jahr kehrte er nach Czernowitz zurück, wo er bereits am 27. März 1932 nach einer Blinddarmoperation verstarb. Nach seinem Tod erschienen weitere Werk: "Meschulim" (1. Bd., 1935, Bukarest; 2. Bd. mit 109 Illustrationen von Arthur Kolnik, Czernowitz). 1939 wurde die Kinderbücherei "E. Steinbarg" der Scholem-Alejchem-Schule in Rio de Janeiro eröffnet. Diese Schule trägt heute seinen und den Namen Max Nordaus. Seit 1972 lagert der Nachlass Steinbargs in der Israelischen Nationalbibliothek in Jerusalem.  

Text: Markus Winkler

Materialien:

Vera Hacken: Kinder- und Jugendjahre mit Elieser Steinbarg (Israel 1969, pdf-Version)

Kinder-Ferienkolonie in Wizenka/Vijenca (Bilderauswahl)