Das jüdische Waisenhaus (offizieller Name: Kaiser Franz Joseph Jubiläums-Waisenhaus für Israeliten in Czernowitz) war 1900 nach einer langen Planungszeit eingeweiht worden. Das aus Mitteln der „Kaiser Franz-Joseph-Jubiläums-Waisenhausstiftung für Israeliten“ (anlässlich des 50-jährigen Regierungsjubiläum) errichtete Gebäude in der damaligen Fleischergasse, die in Wagnergasse umbenannt wurde (aufgrund der großen Unterstützung des Waisenhauses durch die Heinrich-und-Josefine-Wagnersche-Stiftung mit 662.928 Kronen) blieb allerdings rund vier Jahre ungenutzt. Erst am 4. September 1904 konnte es seinen Betrieb aufnehmen, nachdem durch Spenden (von Josefine Wagner, Witwe des Reichsratsabgeordneten Heinrich Wagner) und der israelitischen Kultusgemeinde, die das Waisenhaus verwaltete, genügend Mittel für den Unterhalt zur Verfügung standen.
86159 Augsburg
















