Stefanie von Turetzki

Stefanie von Turetzki war eine Pädagogin und wurde am 27. November 1868 in Czernowitz geboren. Von 1887 bis 1892 studierte sie in Wien Philosophie. Nach ihrer Rückkehr nach Czernowitz war sie zunächst als Lehrerin an der griechisch-orthodoxen höheren Mädchenschule tätig. Die erste Klasse dieser Schule wurde im September 1900 eröffnet (Bukowinaer Rundschau, 2. Mai 1900, S. 2). Ab August 1902 war sie Interimsdirektorin der Schule (Neue Freue Lehrerzeitung, 15.8.1902, S. 5), ab Januar 1907 dann Direktorin.

Stefanie von Turetzki
1868 (Chernivtsi) - 1929 (Chernivtsi)
Educationalist

Die griechisch-orthodoxe höhere Mädchenschule besuchten rumänische und ruthenische Schülerinnen, die auf Deutsch, Rumänisch und Ruthenisch unterrichtet wurden. Die höhere Schule befand sich seit 1905 in der Cheresculgasse (rum. Strada Cherescul, nach 1924 Strada Episcopul Herescu, ukr. vul. Ščepkina 2), im heutigen Gebäude des Gymnasiums Nr. 4. 1911 bekam die höhere Mädchenschule den Status eines Lyzeums. Stefanie von Turetzki war mit dem Landeskassadirektor Vasile Jemna verheiratet, der Großimmobilien und ein Sägewerk besaß. Die Meldeadresse des Ehepaares war in Czernowitz die Cheresculgasse 2a, wo auch das Mädchenlyzeum lag. Möglichweise befand sich dort eine Dienstwohnung für die Direktorin. Stefanie von Turetzki engagierte sich philanthropisch und unterstützte ärmere Schichten. Sie blieb auch nach dem Ersten Weltkrieg in Czernowitz, wo sie am 20. November 1929 starb.

Text: Kateryna Stetsevych

Foto: Bildnis von Stefanie von Turetzki (um 1912) von Eberhard Reincke

Materialien